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Der Weg nach Zion

Der Weg nach Zion Book Cover Der Weg nach Zion
Die Zion Chroniken
Bodie Thoen
Roman
Francke-Buch GmbH
Januar 2023
512

Jerusalem, 1947: Der jungen amerikanischen Journalistin Ellie Warne werden antike Schriftrollen zum Kauf angeboten, die angeblich jahrtausendealt sind. Aber wie soll sie die Echtheit der Dokumente feststellen? Schließlich ist sie nicht als Archäologin vor Ort, sondern als Fotografin. Als solche will sie die Welt für das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Jerusalem sensibel machen. Als sie mit ihrer Kamera etwas fotografiert, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, kann sie nicht ahnen, in welcher Gefahr sie schwebt. Und mit ihr die Schriftrollen.

Jerusalem, 1947: Der jungen amerikanischen Journalistin Ellie Warne werden antike Schriftrollen zum Kauf angeboten, die angeblich jahrtausendealt sind. Aber wie soll sie die Echtheit der Dokumente feststellen? Schließlich ist sie nicht als Archäologin vor Ort, sondern als Fotografin. Als solche will sie die Welt für das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Jerusalem sensibel machen. Als sie mit ihrer Kamera etwas fotografiert, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, kann sie nicht ahnen, in welcher Gefahr sie schwebt. Und mit ihr die Schriftrollen.

Band 1 der Zion Chroniken, einer großangelegten Serie, die vor dem Hintergrund der Staatsgründung Israels im Mai 1948 spielt. Packend schildert die Bestsellerautorin Bodie Thoene das Schicksal mutiger Menschen, die alles dafür riskieren, dass die Juden nach dem Holocaust ein neues Zuhause finden.

Quelle: Buchbeschreibung

In meinen Jahren als christlicher Buchhändler wurde ich immer wieder nach den Büchern der „Zion Reihe“ gefragt. Die wären so toll gewesen und es sei doch sehr schade, dass es sie nicht mehr gäbe.

Leider musste ich nicht nur hinsichtlich der Lieferbarkeit passen, sondern auch bezüglichen der Titel selbst, denn ich kannte diese Reihe leider gar nicht.

Nun hat der Francke Verlag aus Marburg die ersten Bände neu aufgelegt und so war es für mich natürlich völlig klar, dass ich wenigstens den ersten Band lesen musste. Was ich kürzlich auch getan habe.

Worum es geht, steht bereits in der Einleitung dieses Artikels. Hier wird in insgesamt zehn Büchern (wenn ich mich nicht irre) die Entstehungsgeschichte des heutigen Israels in Romanform nacherzählt. Fiktive und historische Personen treten auf. Juden, Briten, Araber, Amerikaner. Alle, die sich vor und ab 1947 im Nahen Osten aufhielten. Die einen als Bewohner, andere als Hüter ihres Protektorates, wieder andere auf der Suche nach einer neuen Heimat.

Bei den erwähnten Schriftrollen geht es im Übrigen um die Schriftfunde von Qumran im Westjordanland. Dort entdeckte man 1947 in einer Höhle Tongefäße mit richtig alten Schriftrollen in einem hervorragenden Zustand. Es handelte sich dabei um Abschriften der Jesajarollen, also den Texten der Bibel. Und obwohl sie Tausende von Jahren alt waren, waren sie, wie schon erwähnt, gut erhalten geblieben. Unter anderem dienten sie nach ihrer Auswertung als Beweis dafür, mit welcher Präzision und Genauigkeit die Texte über die Jahrhunderte hinweg vervielfältigt wurden. Kritiker der biblischen Texte, die denselben selbst heute noch gerne Ungenauigkeiten und Übertragungsfehler vorwerfen, um ihre Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, mussten sich eines Besseren belehren lassen.

Die Autorin nimmt uns jedenfalls mit auf ihrer Reise in die Geschichte. Anhand nicht nur fiktiver Personen lässt sie uns die Ereignisse aus zum Teil unterschiedlichen Perspektiven miterleben. Und, wir kennen das aus der Optik: wenn ich etwas von mehreren Seiten betrachte, wird es viel plastischer und seine Bedeutung erschließt sich uns noch mehr, als wenn wir nur aus einer Richtung schauen.

Auf den Inhalt selbst will ich gar nicht näher eingehen. Der Erzählstil ist flüssig und gut zu lesen. Manches hätte, so mein Eindruck, etwas kürzer gefasst werden können. Auf der anderen Seite ist es der Auftakt zu einer ganzen Reihe. Und wie wir es aus Serien kennen: in der ersten Folge werden wir mit vielen Charakteren vertraut gemacht. Wir lernen Örtlichkeiten kennen und das braucht eine gewisse Zeit. Ich finde es andererseits immer sehr ermüdend, wenn man gleich zu Beginn so mit Neuem überschüttet wird, dass man schnell durcheinander kommt.

Zum Ausgleich wird der Leser aber mit spannenden Sequenzen belohnt, die einen mitten ins Geschehen ziehen.

Der Weg nach Zion hat sich für mich als Geschichtsinteressierten auf jeden Fall gelohnt und ich gehe davon aus, dass es nicht der letzte Band der Reihe gewesen ist, den ich mir einverleibe.

Picture of Andreas König

Andreas König

Blogger, Freelancer, ehem. Buchhändler. Interessiert. Selbstdenker.

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