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Aktion Licht

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Soko mit Handicap
Thomas Franke
Kriminalroman
Gerth Medien
Mai 2021
Gebunden
368

Theo Marquardt ist auf den Rollstuhl angewiesen, da er an Kongenitaler Muskeldystrophie leidet. Er lebt in einer WG für Menschen mit Behinderung in Berlin. In diesem zweiten Band der Reihe Soko mit Handicap vermutet eine Gruppe von Kriminellen, dass Theo der Schlüssel zu etwas ungeheuer Wertvollem ist. Theo selbst hat nicht die leiseste Ahnung, warum. Doch dann finden er und seine Schwester heraus, dass ihr Vater, der wenige Jahre nach der Wende spurlos verschwand, etwas mit der Sache zu tun hat. Theo ist ein weiteres Mal auf die Hilfe seiner Mitbewohner angewiesen, um Unheil abzuwenden … Ein spannender, tiefgründiger und wunderbar humorvoller Roman, der Bezug auf reale Ereignisse in der jüngeren deutschen Geschichte nimmt.

„Ick bin total untazuckat!“

Kein Wunder, Helene hat es in Teil zwei des Kriminalromans „Soko mit Handicab“ von Thomas Franke wirklich nicht leicht. In diesem zweiten und abschließenden Band geht es aber auch echt zur Sache. Als Leser möchte ich an so mancher Stelle mit keinem der Hauptcharaktere tauschen. Blaue Flecken sind da noch das geringste Übel. Körperliche und seelische Schäden müssen erduldet aber auch überwunden werden.

Theo würde gern mehr, als er wegen seines Rollstuhls kann. Helene „muss“ ständig fast einen Hungertod sterben und sich mehr als üblich bewegen. Paula kann ihre Fähigkeiten zur Geltung bringen. Und Scott? Ja, Scott ist da, wenn er gebraucht wird. Ebenso der in sich gekehrte Keno.

Am meisten muss Linda aushalten. Der zweite Band ist wahrlich kein Spaziergang für sie. Und der „Namenlose“? Ist auf einem guten Weg.

Aber ich will nicht zu viel verraten. Es ist ja ein Kriminalroman. Keine Angst, es gibt keinen Gärtner, der eine Straftat begangen hat… Aber Mike wurde getötet und nun sind „sie“ hinter Theo her. Warum? Das weiß er selber nicht. Aber es ist besser, erst einmal unterzutauchen. (Wobei dies kein Wortspiel mit Bezug auf den ersten Band „Der Tote und der Taucher“ sein soll)

Soko mit Handicab“ erzählt eine komplexe Geschichte, die letztlich über zwanzig Jahre deutscher Geschichte umfasst. Aber keine Angst, Thomas Franke hat es geschafft, dass „man“ gut durchsteigt. Und natürlich kommt sein spezifischer Humor auch in diesem Roman nicht zu kurz. Ich persönlich denke dabei immer an die eingangs erwähnte Helene. Dieses 120 kg schwere Berliner Original mit „große Schnauze“, großen Appetit und sehr großem Herz. – Köstlich!

Ein Toter, dunkle Geheimnisse, Amnesien, Stasi, Militär, verlassene Mütter und Kinder, dunkle Wasser und (natürlich) Ganoven. Zutaten für spannende und amüsante Lesestunden.

Wer Band eins nicht gelesen haben sollte, steigt trotzdem durch. Aber ich kann nur empfehlen, denn so habe ich es gemacht, vor der Lektüre des Band zwei noch „schnell“ Band eins zu lesen. Für mich als Vielleser war es jedenfalls der richtige Weg, denn dadurch war ich wieder „mitten drin“.

Viel Spaß beim Lesen!

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Andreas König

Blogger, Freelancer, ehem. Buchhändler. Interessiert. Selbstdenker.

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