Soul Surfer – Der Film

Soul Surfer - Der Film Book Cover Soul Surfer - Der Film
2011
DVD

2003: Die 13-jährige Profisurferin Bethany Hamilton verliert durch die Attacke eines Tigerhais ihren linken Arm. Doch sie gibt nicht auf: Mit Mut, einem starken Willen und ihrem festen Glauben an Gott gelingt ihr ein außergewöhnliches Comeback.
Inzwischen ist Bethany trotz ihres Handicaps als Surferin erfolgreicher denn je. Ihr Leben wurde mit hochkarätigen Stars fürs Kino verfilmt. Bei ihren Auftritten auf der ganzen Welt gibt sie Ermutigung an junge Frauen weiter.

Soul Surfer – Die bewegende Geschichte der Bethany Hamilton

Heute will ich einmal wieder Neuland beschreiten. Das heisst, so wirklich “Neuland” ist es ja eigentlich nicht, da ich mich schon seit Jahrzehnten (ja, echt jetzt) mit dem Thema “Film” auseinandersetze. In meiner heimischen “Filmothek” haben sich einige Schätze angesammelt und so stehe ich durchaus hinter dem (sinngemäßen) Filmzitat, dass man das Leben aus Filmen lerne könne. Wenn mich mein altersschwaches Gedächtnis nicht ganz im Stich lässt (Sam Hawkins sagte ja immer, er irre sich nie, wenn er sich nicht irre 😉 ), dann stammt dieser Satz aus dem Film “Grand Canyon”. Einem meiner Lieblingsfilme vom Starregisseur Lawrence Kasdan (einem meiner Lieblingsregisseure). Aber das ist alles nur eine Geschichte am Rande.

Ich wollte damit lediglich sagen, dass ich eben schon lange Filme schaue, mich mit ihnen beschäftige und i.d.R. auch meine Meinung dazu kundgebe. So wie nun hier im folgenden Fall.

Soul Surfer erzählt in Hollywoodbesetzung und vor einer herrrlichen Kulisse die Geschichte der Bethany Hamilton, der während des Surfens von einem Hai der linke Arm abgebissen wurde. Die Geschichte selbst wurde bereits in Buchform, ebenfalls mit dem Titel Soul Surfer von ihr selbst erzählt.

Nun bin ich ja doch meist etwas skeptisch, wenn sich Hollywood daran macht, Geschichten nachzuerzählen. Das soll nun keine Generalabklatsche werden, aber wie gesagt: ich bin da vorsichtig. Besonders weil es im Buch natürlich auch um den gelebten Glauben der Hamiltons geht. Der Glaube, der Bethany auch durch die schwere Zeit getragen hat.

Doch in diesem Fall muss ich Hollywood ein Kompliment machen: die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Besonders weil das Thema “Glaube” unaufdringlich und dennoch präsent in den Film integriert wurde. Und so ist das “richtige” Leben doch auch. Da gibt es i.d.R. keine Situationen, in denen einem Mensch im Angesicht einer Bibel heulend und zähneknirschend zusammenbricht und gläubig wird. So von Jetzt auf Gleich. (Und glaubt mir, solche Filme gibt es auch!)

Nein, in Soul Surfer wird der Glaube “einfach gelebt”. Und das gefiel mir wirklich sehr gut. Das Ganz wird dadurch glaubwürdig und authentisch.

Die tolle Besetzung mit Helen Hunt als Mutter Hamilton und Dennis Quaid als Vater Hamilton, die beide auch surfverrrückt sind, wie der Rest der Familie, ist passend. Dennis Quaid hat ja so eine eigene Art zu Lachen, über die ich mich wieder sehr amüsieren konnte. Bei ihm stimmt tatsächlich der Ausspruch: wenn der lacht, bekommen die Ohren Besuch (von den Mundwinkeln 😉 )

Neben Bethanys Geschichte, die sehr bewegend aber jenseits von Gefühlsduselei oder Kitsch aufbereitet wurde, werde ich als Zuschauer mit schönen Surfaufnahmen in strahlendem Blau belohnt.

Soul Surfer ist ein ausgewogener Film zwischen einer bewegenden Story, guter Fotografie und tollen Aufnahmen, bei dem auch, trotz des ernsten Themas, das Lachen und – vor allen Dingen – die Hoffnung nicht zu kurz kommen.

Es zeigt sich mal wieder: die besten Geschichten schreibt das Leben.

Bis demnächst

Andreas

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Andreas König

Blogger, Freelancer, ehem. Buchhändler. Interessiert. Selbstdenker.

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