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To Save A Life

Das der Film bei uns auf DVD heraus kam, ist nun zwar schon ein gutes halbes Jahr her und der eine oder die andere von euch haben ihn vielleicht schon gesehen. Viele von euch werden ihn aber noch gar nicht kennen, deshalb nehme ich ihn mir heute hier in der Filmkritik vor.

Hoffentlich bekomme ich noch alles zusammen, denn ich habe „To Save A Life“ gleich nach Erscheinen, also im Oktober oder November 2011 gesehen. Und ein wichtiger Aspekt dafür, ob ein Film (für mich) gut oder schlecht ist, ist die Frage, ob ich auch nach längerer Zeit noch die Handlung halbwegs zusammenbekomme. Ich gebe zu, dass dies hier nicht mehr so exakt der Fall ist. Dies sagt jedoch nichts über die Qualität des Filmes, sondern viel mehr über die Qualität meines Gedächtnisses aus. Und in meinen kleinen Kopf sind in den letzten Monaten so viele Dinge hineingekommen, dass es schon etwas Besonderes ist, wenn ich den (wesentlichen) Filminhalt noch auf die Reihe bekomme. Und DAS sagt etwas über die Qualität des Filmes aus.

„To Save A Life“ gehört auf jeden Fall in die Riege wirklich guter christlicher Filme, deren Qualität in den letzten Jahren unübersehbar zugenommen hat. Dabei spreche ich hier von filmischer Qualität. Inhaltlich aber ebenso. Denn wie in einer Predigt auch, kann ich die gute Botschaft mit unterschiedlichen Stilmitteln und/oder Verpackungen den Menschen nahe bringen.

Das in alten christlichen Filmen oft so verkrampft Missionarische, wo dann schon mal ein „böser“ Mensch beim bloßen Anblick einer Bibel tränenüberströmt auf die Knie fällt, sein Leben Jesus übergibt und alles ist gut, hat mich persönlich immer total abgeschreckt. Ich will nicht sagen, dass es solche Fälle nicht tatsächlich gibt oder gegeben hat, aber sie sind so weit jenseits meines eigenen Erfahrungshorizontes und mit Sicherheit auch noch mehr jenseits der Erfahrungen eines Nichtchristen, dass solche Darstellungen einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen, konstruiert und unglaubwürdig scheinen.

„To Save A Life“ ist ein guter Film, um es vorweg zu nehmen.

Auch wenn er (natürlich) in einem amerikanischen Umfeld angesiedelt ist – er spielt „heute“ – zeigt er Personen und Ereignisse, die es auch bei uns gibt. Und das macht ihn glaubwürdig.

Er erzählt die Geschichte von Jake. Jake ist ein „Sunnyboy“ wie er im Buche steht. Schicke Klamotten, Geld, immer beliebt. Ein Crack in der Footballmannschaft.

Und dann kommen die Hormone ins Spiel. Jake lässt zu Gunsten einer „Schicki-Micki-Tussi“ – so wirkte dieses Mädel von Anfang an auf mich und deshalb war mir dieser Charakter eher unsympathisch – seinen farbigen Jugendfreund links liegen und sagt sich offen von ihm los. Die beiden waren zusammen ohne Ressentiments aufgewachsen. Eine „schwarz-weiße“ Freundschaft, wenn man so sagen will. Doch dann will Jakes „Angebetete“ nichts mit „solchen“ Leuten zu tun haben und er lässt seinen Freund fallen.

Eine Zeit später muss Jake dann mit ansehen, wie eben dieser Freund mit einer Waffe in der Hand die Schule betritt und sich letztlich vor seinen Augen erschiesst.

Das ist schon harter Stoff muss ich sagen. Und der Schock, den dieses Ereignis Jake versetzt, kommt sehr gut herüber.

Jetzt mag man meinen, der Film ist zu Ende, doch das ist erst der Anfang.

Dieses Ereignis bringt Jake aus dem Gleichgewicht und durch Gespräche mit einem Seelsorger kommt er zum Glauben. Und das wiederum bringt sein  Leben in eine ganz neue Richtung. Es kommt durch seine Wandlung fast zwangsläufig zu Konflikten mit seinem Umfeld, seiner Freundin – und die wird dann auch noch schwanger.

Schließlich ist da noch dieser seltsame Außenseiter an der Schule. Der Eigenbrödler, der „irgendwie komisch“ ist und mit dem niemand etwas zu tun haben möchte. Jake, durch die Ereignisse sensibler geworden, erkennt in ihm ähnliche Verhaltensweisen, wie in seinem toten Freund. Schlummert dort weiteres Potential für einen Amoklauf? Kann der von Schuld geplagte Jake hier etwas tun? Kann er dieses Leben retten? Ist es seine Aufgabe „To Save A Life“?

Bis demnächst

Andreas

To Save A Life Book Cover To Save A Life
Gerth Medien
Oktober 2011
DVD

Jake Tayler hat einfach alles: Er hat eine hübsche Freundin, er ist Champion im Basketball und jeder liebt ihn. Doch als ein alter Jugendfreund sich das Leben nimmt, beginnt er nachzudenken. Was hätte er tun können, den Tod des Freundes zu verhindern? Ein Jugendseelsorger rät ihm, sich an Gott zu wenden. Jake beschließt, sich die Worte zu Herzen zu nehmen und Christ zu werden. Doch die Dinge laufen außer Kontrolle. Sein Vater betrügt seine Mutter, seine Freundin wird schwanger und seine ehemaligen Freunde machen sich über ihn lustig. Jake wird klar, was es heißt, Christ zu sein – und ein Leben zu retten.

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Andreas König

Andreas König

Selbständiger Onlinebuchhändler, Blogger, IT Dienstleister und Freelancer.

2011 habe ich, gerade 50 geworden, als Quereinsteiger die Buchhandlung König SCM Shop Fallersleben mit dem Spezialgebiet in christlicher Literatur gegründet. Fast jeden Monat gab es Veranstaltungen, ich schrieb Blog und knüpfte viel Kontakte mit lokalen und überregionalen Autorinnen und Autoren.

2021 habe ich das Ladengeschäft geschlossen und bin in den aktiven Ruhestand gegangen.

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