Königs Senf vom 24.05.18

Immer noch DSGVO. Ein Thema, das eigentlich ja schon seit zwei Jahren in aller Munde sein sollte, da seit dem die Übergangsfrist bis zur Einführung der neuen Verordnung läuft. Aber natürlich warten alle bis auf den letzten Drücker und machen dann Panik.

Ich schließe mich da gar nicht aus. Es ändert allerdings auch nichts an meiner Kritik.

Eben bekomme ich per (von mir genehmigter) Mailzusendung die Nachricht, dass auf Grund der DSGVO ein Forum schließen wird. Ein Forum, also eine (meist) geschlossene Gruppe von Usern, die sich zu ihnen bekannten Regeln zusammengeschlossen haben, um über Dinge zu debattieren. Ein Medium, das bereits im letzten Jahrtausend existierte.

Nun wird es geschlossen.

Es stellt sich mir die Frage: Wie viele Foren werden demnächst noch schließen? Was wird noch demnächst entfallen, das uns (vielleicht) schon lieb und teuer geworden ist? Welche Auswirkungen wird das z.B. auf die Werbeindustrie haben? Nicht, dass auch mich manche Werbung einfach nervt und ich getrost darauf verzichten könnte. Aber dennoch: Was wird aus der Werbebranche? Was wird aus den Firmen, die davon leben u. A. auch intensiv Werbung zu betreiben? Dabei geht es nicht um die Firmen, die Großflächenplakate im gesamten Bundesgebiet kleben lassen können, allein schon deshalb weil sie zu den Global Playern gehören und solche Aktionen im Budget einfach mit eingeplant werden können.

Es geht um den kleinen Betrieb, der seine Kunden anschreiben möchte. Der Mittelständler, der mit Mailingaktionen / Postwurfsendungen auf seine Produkte aufmerksam machen will (und muss). Müssen diese mit horrenden Strafverfahren rechnen, weil sie ggf. eine kleine Passage in einem Verordnungsschriftstück aus Brüssel übersehen haben?

Wurde über solche Auswirkungen je nachgedacht? Wurden solche Auswirkungen (vielleicht) bewusst in Kauf genommen? Wem nützt so etwas?

Datenschutz ist wichtig. Rechte der Betroffenen zu stärken sicher auch. Aber warum neigen die Institutionen, die wir auch noch gewählt haben dazu, immer alles absolut wasserdicht machen zu müssen? Welche Preis der Freiheit zahlen wir dann letztendlich dafür?

Freunde und Kupferstecher in Brüssel und Berlin: Es wird NIE absolute Sicherheit geben! Vergesst diese Vorstellung. Und: haltet die Menschen dieses Landes nicht für blöd. Zwar lassen sich viele die eigene Verantwortung gern aus der Hand nehmen und verstecken sich hinter Gesetzen, schieben eigene Aufgaben auf Institutionen ab, um in ihrer Wohlfühlzone bleiben zu können. Aber es gibt noch eine große Zahl Menschen, die Verantwortung übernehmen können, wollen und es auch tun. Die Macher, die Anständigen mit Hintern in der Hose. Die brauchen keine durchgeregelten Vorgaben, die scheinbar schützen, aber letztendlich nur einengen und Freiheit kosten.

Das ist MEINE Meinung. Du hast ein Problem damit? – Halt es einfach aus. Sei tolerant!

Der König

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Andreas König

Andreas König

Selbständiger Onlinebuchhändler, Blogger, IT Dienstleister und Freelancer.

2011 habe ich, gerade 50 geworden, als Quereinsteiger eine Buchhandlung mit dem Spezialgebiet christliche Literatur gegründet. Fast jeden Monat gab es Veranstaltungen, ich schrieb Blog und knüpfte viel Kontakte mit lokalen und überregionalen Autorinnen und Autoren.

2021 habe ich das Ladengeschäft geschlossen und bin in den aktiven Ruhestand gegangen.

Da ich von meinen Interessen her, seit jeher breit aufgestellt war, war und bin ich noch immer in und für die Stadt aktiv unterwegs. 

Meine Schwerpunkte sind nun dieser Blog in Verbindung mit dem Buch38 Onlineshop, sowie zahlreiche andere Projekte und Aktivitäten verschiedenster Natur.

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