Normal ist anders

Normal ist anders Book Cover Normal ist anders
SCM Hänssler Film
Februar 2014
DVD

Eine herrliche Komödie für die ganze Familie!

Dr. Lisa Leland ist eine brillante junge Chirurgin, der leider jedes Mitgefühl für ihre Patienten fehlt. Ihre Zukunft sieht sie an der Seite ihres reichen Freundes in einer Luxusklinik für die Reichen und Schönen. Auf dem Weg zu diesem neuen Super-Job bleibt Lisa in „Normal“, einem 300-Seelen-Dorf hängen, wo sie ihr Auto reparieren lassen muss. Außerdem wird sie dort von einem Richter, der zugleich der Arzt und Pastor des Dorfes ist, zu zwei Tagen gemeinnütziger Arbeit verdonnert, weil sie (in Ermangelung eines Geldautomaten) ihre Strafzettel nicht bezahlen kann. So ist sie gezwungen, sich für ein paar Tage auf das Leben und die Leute in diesem Dorf einzulassen und auf ihren gewohnten Luxus und moderne Kommunikationsmittel zu verzichten. Doch der scheinbare Fluch entpuppt sich als Segen. Denn was Lisa dort über sich selbst, das Leben und Gott erfährt, verändert ihre Sichtweise von Grund auf ...

Ich mag dieses Wortspiel im Titel dieser brandneuen DVD aus dem Hause Hänssler sehr.

Im Original heißt der Titel “Finding Normal”, im Deutschen “Normal ist anders”.

Jetzt kann man sicher fragen, was daran ein Wortspiel sein soll? Die Frage ist berechtigt. “Normal” ist in diesem Fall nicht “normal”, sondern der Name eines verschlafenen Nestes im mittleren Westen der USA mit ca. 391 Einwohnern (wenn mich mein Gedächtnis jetzt nicht täuscht).

Wenn wir dieses Wissen nun berücksichtigen, bekommen die beiden Aussagen sowohl in englisch, als auch auf deutsch doch einen anderen Klang, nicht wahr?

Worum geht es?

Dr. Lisa Leland, jung, dynamisch und dem Gelde durchaus zugeneigt, ist mit dem BMW ihres Freundes 3000 Meilen quer durch die Staaten unterwegs, um zu ihm zu kommen. Er ist ebenfalls Arzt und schon einmal per Flieger vorausgeeilt um die gemeinsame Praxis aufzubauen. Man möchte in New York in Sachen Hausbesuchen für 2.500 Dollar beim “Geldadel” New Yorks unterwegs sein und ihm Pillchen und Pflästerchen verschreiben.

So weit so gut.

Wenn Lisa nicht so voller guter Laune wäre und prompt dem (leicht tölpelhaft sehr gut dargestellten) Sheriff von Normal bei einer Geschwindigkeitskontrolle ins Netz ginge. Das kleine Städtchen hat natürlich keinen Geldautomaten und so kann Lisa ihren Strafzettel nicht bezahlen, zu dem auch noch die zahlreichen unbezahlten Tickets in ihrem Handschufach gerechnet werden. Sie hat nun die Wahl ins Gefängnis zu gehen oder den Vorschlag des kautzigen Richters anzunehmen, der extra wegen ihr vom Angeln geholt worden war und deshalb nicht besonders gut aufgelegt ist. Dieser Vorschlag lautet auf 24 Stunden, also zwei Tage, Sozialarbeit in Normal. Nach einem Protest Lisas wird dieser Dienst kurzerhand auf 36 Stunden, verbunden mit der Frage nach etwaigen weiteren Einwänden gegen das Urteil, erhöht.

Vergaß ich zu erwähnen, dass Normal nur auf einer Straßenseite Mobilfunkempfang hat? Schrieb ich schon, dass es in Normal kein Hotel gibt und das einzige Restaurant Freitagabend geschlossen hat? Nein?

Naja für euch Leser, ist das auch nicht wirklich wichtig. Anders dagegen für Lisa. Für sie als doch rel. verwöhntes, reiches Mädchen ist es der Graus schlechthin. Besonders als ihr der Sheriff mangels des eben erwähnten nicht vorhandenen Hotels, ein Zimmer mit gut durchlüfteten Außenwänden anbietet: eine Gefängniszelle.

Das “Dienstfahrzeug”, das sie am nächsten Tag vom Richter erhält, damit sie Hausbesuche machen kann, denn eine Praxis gibt es nicht, ist dann schließlich die Krönung. Aber darüber decke ich jetzt mal das Mäntelchen des Schweigens.

Aus dem Beschriebenen könnt ihr sicher schon erkennen, das “Normal ist anders” eher ein Film für gute Laune, denn für Trübsal ist. Und das stimmt. Ich habe beim Schauen der DVD mehrfach herzlich gelacht. Aber nicht allein die Situationskomik und die “kautzigen” Stadtbewohner machen diesen Film sehenswert. Nicht nur Lisa, auch der Zuschauer kann und (soll?) beim Schauen durchaus mal sein eigenes Anspruchsdenken kritisch betrachten.

Und so kommt auch Lisa zu dem Schluß: “Normal ist anders”

“Normal ist anders”: ein Liebesfilm jenseits der sonst bei christlichen Filmen oft üblichen “Wildwest-Pionierromantik”, voller Humor, aber auch Tiefgang.

Empfehlung!

Bis demnächst

Andreas

Inhaber DER christlichen Buchhandlung im Großraum Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt.

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Andreas König

Blogger, Freelancer, ehem. Buchhändler. Interessiert. Selbstdenker.

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